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Angriff auf die Offene Gesellschaft
Das Attentat in Norwegen und seine Folgen

Mit freundlicher Unterstützung durch das Norwegische Konsulat.

Am 22. Juli 2011 erschütterte ein Bombenanschlag das Regierungsviertel in Oslo, bei dem acht Menschen getötet wurden. Keine zwei Stunden später erschoss derselbe Täter auf der Insel Utoya 68 Teilnehmer an einem Ferienlager der sozialistischen Jugend Norwegens. Während viele Menschen spontan einen islamistischen Hintergrund vermuteten, war schon nach drei Stunden sicher, dass für beide Taten ein im rechten Millieu beheimateter Norweger verantwortlich war, ein Gesinnungsgenosse von islamfeindlichen Netzwerken wie z.B. "Politically Incorrect", der sich selbst als christlicher Tempelritter bezeichnet. Sein Angriff richtete sich gegen die offene Gesellschaft in Norwegen und ganz Europa.

Was können wir daraus lernen? Wie sind Gesellschaft und Politik in Norwegen und bei uns damit umgegangen? Auch wenn der Mann alleine handelte, war er kein Einzeltäter, sondern gehört in ein weiteres Umfeld, das gezielt Hass auf den Islam und die Muslime sät. Manche der Argumentationen aus diesem Spektrum gleichen den Rhetoriken des Antisemitismus. Wer benötigt für die eigene Positionierung solche Phobien und wofür? Wie können wir die Freiheit einer offenen Gesellschaft sichern?

Darüber wollen wir uns von kompetenter Seite informieren lassen und miteinander ins Gespräch kommen.

Lasse Evensen:
Chronologie der Ereignisse und Reaktionen

Der norwegische Journalist Lasse Eversen befand sich zufällig in der Nähe des zweiten Anschlagsorts innerhalb der von der Polizei großräumig abgesperrten Zone. Er wird uns vom Umgang der norwegischen Gesellschaft unmittelbar nach dem Anschlag und im weiteren Verlauf berichten.

Prof. Wolfgang Benz:
Antisemitismus und Islamhass - Parallelen und Unterschiede
Der international renommierte Historiker Prof. Wolfgang Benz war von 1990 bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und ist Herausgeber der "Dachauer Hefte". In einigen bemerkenswerten Aufsätzen, u.a. in der SZ vom 4.1.2010, schrieb er über die Parallelen zwischen den Antisemiten des 19. und den Islamfeinden des 21. Jahrhunderts. Am 15.9.2011 erschien in der FR ein Interview über seine Analyse des Netzwerks "Politically Incorrect".

Programmflyer als pdf

 

Montag, 6.2.2012
19.00 Uhr
Neues Rathaus, Marienplatz
Großer Sitzungssaal
Teilnahmebeitrag: 10 € /erm. 5 €

 

 

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